Woche #3 Senkung der Ausgaben

Woche #3 | KeDeZa in der Praxis | Steigende finanzielle Intelligenz | Steigender CASHFLOW

Hallo zusammen,
Cashflow-Tom ist wieder da. Diesmal geht es um Einnahmen, Ausgaben, Sparen und es gibt wieder eine weitere Aufgabe.

Inhaltsverzeichnis

Einnahmen - Ausgaben: KeDeZa in der Praxis

Was sind Einnahmen? Einfach betrachtet: Alles Geld, das mir zufließt. Was sind dann Ausgaben? Alles Geld, das von mir wegfließt. Und wer sitzt schon gerne auf dem Trockenen?

Also brauchen wir einen Behälter der dafür sorgt, das wir nicht auf dem Trockenen sitzen. Wir bilden also Rücklagen. Was über diese Rücklagen hinausgeht wird dann angespart. Das „Sparen” in der Werbung bei Artikeln ist als eine Ausgabenreduzierung anzusehen. Mit Sparen in diesem Sinn hat das nichts zu tun.

Schlaue Denker haben sich die Drei-Eimer-Theorie ausgedacht – obwohl es eigentlich fünf Eimer sind, wenn wir alle Eimer und das Budget, die wir heute kennenlernen, als Eimer mit dazu rechnen. Dem Logo der Seite folgend, sind die EImer als Diamanten versinnbildlicht. Also eine Fünf-Diamanten-Theorie. Hört sich doch besser wie Fünf-Eimer-Theorie an, oder?

Es gibt also fünf Diamanten:

  1. Der Budget-Diamant für alle laufenden Ausgaben
  2. Der Diamant „finanzieller Schutz“
  3. Der Diamant „finanzielle Sicherheit“
  4. Der Diamant „finanzielle Freiheit“
  5. Der Diamant “Champion” für Hochrisikoanlagen wie z.B. Hebelprodukte.

1. Der Budget-Diamant

Wenn die Einnahmen schon regelmäßig kommen, kann ich das nicht auch bei den Ausgaben machen?

Im Westfernsehen gab es einmal das Sandmännchen mit Pikeldi und Frederic. Pikeldi war ein kleines neugieriges Schweinchen und Frederik sein großer älterer Bruder. Auf die Frage von Pikeldi antwortet Frederik stehts: „Nichts einfacher als das!“ Die beiden marschierten dann los und Frederik erklärte seinem kleinen Bruder den Sachverhalt. Die beiden waren immer gut drauf und die Sendung war jedes Mal sehr lustig und lehrreich.

In der Woche eins hast Du den Auftrag erhalten Rechnungshaufen zu bilden. Dies ist die Grundlage für den nächsten Schritt. Die Einnahmen kommen monatlich in gleicher oder recht ähnlicher Höhe, nur Deine Ausgaben schwanken in der Regel.

Jedes Geburtstagsgeschenk wird gerne gegeben – belastet aber das Budget. Das Kantinenessen kostet auch einen fixen Betrag pro Tag, belastet aber Dein Budget auch regelmäßig jeden Tag. Weißt Du wie viel Geld Du für das Kantinenessen pro Tag, bzw. pro Woche ausgibst? Und die ungeplante Autorechnung, ebenfalls ein Budgetposten der geplant sein will.

Beim Sortieren der Haufen wirst Du Dich an viele Ausgaben erinnert haben, manche dagegen sind Dir vollkommen unerklärlich. Wenn Du Glück hast erinnern sich noch Freunde oder Familienmitglieder an den Ausgabengrund, manches entfällt einem einfach aber auch.

Wie ich KeDeZa selber entwickelte und das erste Mal dann selber umsetzte nahm ich einen DIN A6 Schreibblock und einen Kugelschreiber. Heute geht das auch mit dem Smartphone und einer Notizbuch-App in die man alle Ausgaben eintragen kann. Nimm bitte keine vorgefertigte App, solange Du Deine Ausgaben nicht selber alle aufgeschrieben und strukturiert hast.

Denke selber! Die App hilft Dir sonst entweder gar nicht oder nur eingeschränkt. Du bist dann frustriert und willst aufgeben, hältst KeDeZa für schlecht, obwohl nur ein Stück Software nicht zu Deinem Leben passt. Deswegen eine kleine App, die Notizzettel ermöglicht und die es Dir ermöglicht die Notizzettel selber zu benennen.

In einem ersten Schritt notieren wir eine Woche lang von Montag bis Sonntag alle Ausgaben:

Der Notizzettel “Essen” könnte wie folgt aussehen (Zahlen nur als Beispiel, trage bitte Deine echten Daten ein). Wenn Du der Meinung bist, dass das keine typische Woche war, schreibe einfach eine Woche weiter. So lange, bis Du sicher bist, alles für Dich korrekt erfasst zu haben.

Deine Tabelle könnte dabei wie folgt aussehen:

Überlege bitte in Ruhe ob Du weiterhin Dein Geld so in der Kantine ausgeben willst, ob weiterhin so Party gemacht werden soll oder ob Du nicht mehr Spaß, mehr Lebensqualität auch preiswerter erreichen kannst?

Wenn Du nichts ändern willst, hast Du Deine ersten Budgetposten ermittelt.

Eine Woche kostet Dich 230€ (aufgerundet), somit ein Monat mit vier Wochen: 920€

Zweiter Schritt sind die Budgetierung der nichtmonatlichen Ausgaben, wie z.B. Kfz-Steuer, Kfz-Versicherung oder ÖPNV-Ticket. Bei allen drei Ausgaben unterstelle ich jährliche Zahlung. Im Regelfall wird die Zahlung im Dezember fällig. Deswegen ist dort der Monat besonders lang, oder das Geld besonders knapp.

Das lässt sich aber ganz leicht ändern. Entweder mit einem Sparschwein oder einem übrigen DIN A4 Ordner mit Klarsichthüllen und länglichen Post-Its.

Der Zahlungsverlauf wird dabei in zwei Schritten vollzogen:

Rechnung vom Jahresende +5% = Rechnungsbetrag für das Folgejahr

Rechnungsbetrag für das Folgejahr / 12 = monatlicher Rücklagenbetrag

Da alles teurer wird – oder der Euro immer weniger Wert, Steuern und Umlagen steigen, nutzt der Rechnungsbetrag von diesem Jahr für das nächste Jahr nicht wirklich. Er taugt aber als Berechnungsbasis hervorragend und 5% Preiserhöhung bei Kfz-Versicherungen/-steuern oder ÖPNV-Tickets sind relativ unwahrscheinlich.

Beispielrechnung:

Kfz-Versicherung: 600€
5% davon: 30€
geplanter Rechnungsbetrag für das Folgejahr: 630€ (Dein Schadensfreiheitsrabatt, … spielt hierfür keine Rolle!)
monatlicher Rücklagenbetrag: 630€/12 = 52,50€

Wer will, kann ein Vergleichsportal, z.B. Verivox benutzen um seine Ausgaben in verschiedenen Bereichen zu senken und dem Cashflow mehr Geld hinzuzufügen.

Kfz-Steuer: 100€
5% davon: 5€
geplanter Rechnungsbetrag: 105€
monatlicher Rücklagenbetrag 105€/12 = 8,75€
Summe Kfz: 52,50€+8,75€=61,25 aufgerundet 65€

Rücklage (geplanter Rechnungsbetrag für das Folgejahr): 630€+105€=735€

Das heißt bis zu einer Rechnung der Kfz-Versicherung und der Kfz-Steuer in Höhe von 735€ am Jahresende kannst Du alles aus diesem Budgettopf bezahlen, ohne dass Deine restlichen Ausgaben darunter leiden. Sogar Dein Cashflow bleibt davon unberührt! Deine Dezemberausgaben drücken sie nicht mehr in den Dispo und damit verringern sich Deine Ausgaben (keine Dispozinsen mehr!).

Wenn Du nicht vernünftig wirtschaftest sind die Zinsen das Strafgeld für Deine Misswirtschaft und schmälern Deinen Cashflow. Willst Du das wirklich?

ÖPNV:
Firmenticket 10 für 12 (10 Monate zahlen und für 12 Monate fahren): 800€
5% davon: 40€
geplanter Rechnungsbetrag: 840€
monatlicher Rücklagenbetrag: 840€/12 = 70€

Was passiert nun:

Eimerfüllung

So füllt sich der Budget-Diamant!

Du siehst aus dem Jahresendeschreckgespenst von 735€ oder auch 840€ wurde eine bequeme Zahlung aus den dafür angelegten Rücklagen. Die Rücklagen sind in kleinen Beträgen besser „verdaulich“. Das funktioniert mit jedem nicht monatlichen Betrag.

Reifen beim Kfz halten je nach Material und Fahrstil 3 Jahre = 36 Monate. Nimm also den Betrag der letzten Reifenrechnung, erhöhe die Rechnung um 10% (es sind ja drei Jahre) und teile den geplanten Rechnungsbetrag durch 36, runde auf volle 5€ auf und addiere den Betrag zu den monatlichen Kfz-Kosten dazu.

Hinweis:
Solange der Budgetbetrag, z.B. die 65€ auch in den Folgejahren nicht übersteigt, kann der Betrag einfach so stehen bleiben. Es sind ja zwei Puffer eingebaut. Die 5% Erhöhung und die Aufrundung auf den 5€-Betrag.

Unsere Gemeinde hat z.B. seit drei Jahren weder die Grundsteuer noch den Wasserpreis erhöht. Somit ist auch mein Wasserbudget seit drei Jahren konstant. Oder Kfz-Versicherung: Schadensfreiheitrabatt und Beitragserhöhung halten sich in etwa die Waage. Somit ist auch dieses Budget monatlich konstant.

Nachdem Gott die Welt erschaffen hatte, schuf er Mann und Frau. Um das ganze vor dem Untergang zu bewahren, erfand er den Humor.

Guillermo Mordillo

Deine Aufgabe bis zur nächsten Woche:

Erstelle für all Deine nichtmonatlichen Ausgaben so eine Budgetierung.

Hinweis:
Sollte sich bei der Budgetierung herausstellen, dass Deine Ausgaben jeden Monat größer sind wie Deine Einnahmen, hast Du folgende Möglichkeiten:
1. Durchforste Deine Ausgaben nach unnützen Positionen und lösche diese, z.B. Versicherungen
2. Reicht das nicht, gehe zu einem Schuldnerberater
3. Heirate reich
4. Spiele im Lotto
(Reihenfolge nach Eintrittswahrscheinlichkeit)

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