Persönliche Finanzen, Sparsamkeit und Minimalismus

„Am Ende des Geldes war noch viel Monat übrig.“

Geld ist immer knapp und es reicht gerade so bis zum Monatsende. Die letzte größere Anschaffung musste finanziert werden. Der Blick aufs Girokonto ist immer mit einem mulmigen Gefühl verbunden. Schon wieder eine Mahnung im Briefkasten. Sobald ich erstmal genug verdiene, kann ich mir alles leisten und lege dann auch etwas zu Seite – versprochen. Meine erste Gehaltserhöhung verpufft direkt, das Konto ist genauso schnell leer wie früher. Die Ausgaben werden immer mehr. Ich will jetzt leben. Sparen oder an die Zukunft denken kann ich auch noch später. Es machen doch alle so.  Sparsamkeit ist nichts für mich.

Kennst du eine oder sogar mehrere dieser Situationen? Fühlst du dich unwohl wenn es um das Thema persönliche Finanzen geht? Ich mich vor ein paar Jahren auch. Ich habe aber etwas dagegen unternommen. Ich hab meine finanzielle Dummheit überwunden. Willst du mehr darüber erfahren wie ich das gemacht habe? Willst du deinen finanziellen Probleme auch in den Griff bekommen? Was für eine Rolle spielt dabei Minimalismus? Dann bist du hier genau richtig!

In meinem ersten Artikel hier auf CASHFLOW KARONA habe ich meine Entwicklung vom persönlichen Finanzchaos zum schuldenfreien Leben mit einem fünfstelligen Aktiendepot innerhalb von nur zwei Jahren geschrieben. Jetzt werde ich genauer darauf eingehen, wie ich meine persönlichen Finanzen in den Griff bekommen habe, was ich in der Zeit alles lernen konnte und welche Tipps & Tricks ich dir geben kann!

Inhaltsverzeichnis

Klarheit über den Ist-Zustand

Der allererste Schritt ist es Klarheit zu verschaffen. Du benötigst einen Durchblick als Grundstein der finanziellen Intelligenz. Es geht um die finanzielle Situation im Hier und Jetzt. Es geht um eine 100% transparente Übersicht wie deine aktuelle finanzielle Lage aussieht. Das bedeutet ganz konkret alle Zahlen und Fakten kommen auf den Tisch und werden dokumentiert. Es gibt keine ungeöffnete Briefe mehr, die in irgendeiner Schublade verschwinden. Es gibt keine unbekannten Ausgaben mehr. Das Ziel ist eine vollumfängliche Tabelle über die monatliche Bilanz vom Einkommen und den Ausgaben sowie den aktuellen Zustand von Vermögen und Schulden.

Du wirst am Ende verstehen, was mit deinem Geld passiert. Warum es am Ende des Monats immer so wenig ist. Mir persönlich hat es nach den ersten kleinen Erfolgen Schritt für Schritt immer mehr Spass gemacht, mich um meine Finanzen zu kümmern. Mit jeder klugen Entscheidung verbessert sich deine finanzielle Lage und du wirst besser schlafen können.

Du willst auch dank einer besseren finanziellen Lage ruhiger schlafen können, hättest aber gerne jemand an deiner Seite, der dir dabei hilft? Da kann ich dir jemand empfehlen! Karol – der Gründer von CASHFLOW KARONA –  bietet dir einen tollen Kurs „Meine Finanzen im Griff haben | MASTER“ an.

Die Tabelle

Fangen wir mal an. Du brauchst etwas zum Schreiben, am besten digital. Als Informatiker habe ich mich für die digitale Variante, einer Excel Tabelle entschieden.

Dafür empfehle ich ein Tabellenkalkulations Tool wie z.B.: Excel von Microsoft, OpenOffice oder mein Favorit: Google Tabellen (gehört zu Google Docs). Google Docs ist kostenlos, liegt in der Cloud und ist plattformunabhängig, auch vom Smartphone aus nutzbar. Das einzige was man benötigt, ist ein Google Konto. Warum ich eine digitale Lösung empfehle und kein handschriftliches Dokument: Es wird sich in der kommenden Zeit permanent etwas tun und die Veränderungen müssen in der Tabelle angepasst werden. Das Tool übernimmt dann vollautomatisch die Rechenarbeit. 

Die Einnahmen

Der allererste Schritt ist es, eine Spalte in der Tabelle mit den monatlichen Einnahmen anlegen. Bei den meisten klassisch Angestellten wird es hier nur einen Eintrag geben: Gehalt. Nachdem alle Einnahmen eingetragen sind, bildest du mit Hilfe des Tools die Summe der Einträge und lässt das automatisch berechnet Ergebnis in derselben Spalte unter den eingetragenen Einnahmen anzeigen.

Das folgende Bild zeigt ein Beispiel, wie es aussehen könnte:

Persönliche Finanzen, Einnahmen

Die Ausgaben

Jetzt kommt der schmerzhafte Teil: Die Ausgaben. Du musst jetzt alle monatlichen Kosten identifizieren und die eine neue Spalte „Ausgaben“ in die Tabelle eintragen. Jährliche oder quartalsweise kommende Rechnungen kannst du hier auf einen Monat umrechnen. Für den Anfang empfehle ich dir, die Ausgaben der Größe nach zu sortieren. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Miete dein größter Kostenpunkt. Durch die Sortierung hast du einen einfacheren Überblick über die dicken Brocken und am anderen Ende den Kleinkram.

Persönliche Finanzen, Einnahmen und Ausgaben

Wie findet man alle Ausgaben? Erstens  über den Zahlungsverkehr auf deinem Girkonto mit dem du vermutlich alles bezahlst und zweitens über ausgedruckte Dokumente, Verträge, Briefe, Versicherungsunterlagen, … die du hoffentlich alle sauber in einen Ordner gepackt hast. Falls nicht, mach das jetzt! 

Hast du ungeöffnete Briefe in einer Schublade? Sind da Mahnungen dabei? Alles öffnen und rein in den Ordner! Beschrifte ihn am besten mit „Ausgaben“. Check auch deine „online“ Verträge, die du eventuell nur noch als E-Mail und nicht mehr ausgedruckt hast. Hast du Amazon Prime? Ein Netflix Abo? Notiere dir alles in der Tabelle und sortiere zusätzlich alles Physische in den Ordner ein.

Hier eine Auflistung zur Orientierungshilfe:

  • Miete
  • Strom
  • Krankenkasse
  • Kreditraten
  • Versicherungen: Lebens, Unfall, Berufsunfähigkeit, Reise, Auto, …
  • Physische Abos: Zeitungen, Zeitschriften …
  • Handyverträge
  • Online Abos: Netflix, Amazon Prime, …
  • GEZ
  • Kontoführungsgebühren

Ist dann schon alles? Nein sicher nicht! Es gibt regelmäßige Kosten, die man nicht exakt bestimmen kann wie zum Beispiel Ausgaben für Hobbies oder Nahrungsmittel. Hier würde ich versuchen, einen ungefähren Durchschnitt der letzten Monate zu bestimmen, diesen Wert dann ein klein bisschen Aufzurunden z.B.: von 82 auf 90 Euro und in die Tabelle zu übernehmen.

Wenn alles eingetragen ist, kann man noch den monatlichen Cashflow berechnen („Was übrig bleibt“). Dafür einfach ein neues Feld auswählen und dort die Tabellen Formel für „Feld der Summe der Einnahmen“ (In der Excel Tabelle hat das Feld die Bezeichnung „B18“) minus „Feld der Summe der Ausgaben“ (In der Excel Tabelle hat das Feld die Bezeichnung „E18“) reinschreiben. Im Beispiel wäre das „=B18-E18“.

Persönliche Finanzen, Tabelle Cashflow Einnahmen und Ausgaben

Jetzt fehlen sicherlich noch die ein oder anderen Kosten, die hin und wieder spontan auftauchen, gerne auch mal bar bezahlt werden und über die man keinen Überblick hat. Dazu gehört der morgendliche Coffee-to-go vom Kiosk, der Döner in der Mittagspause und der spontane Klamottenkauf am Wochenende und als Belohnung die Kugel Eis auf dem Heimweg. 

Um auch diese Ausgaben in den Griff zu bekommen, empfehle ich ein Haushaltsbuch zu führen. Ich habe das mit Hilfe einer App “Unser Haushaltsbuch gemacht. Dort habe ich alle Einnahmen und Ausgaben wie in der Tabelle übertragen und dann jede auch noch so kleine Ausgabe direkt in das Haushaltsbuch eingetragen. Eine Kugel Eis gekauft? Rein in die App. Das ist anfangs ein wenig mühsam, aber man bekommt darin Übung und nach den ersten paar Wochen sieht man direkt, was man so für versteckte Ausgaben hat. Nach einem Monat strenger Haushaltsbuchführung lässt sich jetzt aus den „Sonstigen Ausgaben“ ein Wert ermitteln. Diesen musst du jetzt direkt in die Tabelle in der Ausgaben Spalte eintragen.

Durch die weiteren Ausgaben ist dein Cashflow jetzt schon wieder kleiner geworden. 🙁

Jetzt solltest du eine ziemlich realitätsnahe Übersicht über deine Finanzen haben. Das ist der Stand der Dinge. Der Cashflow sagt dir jetzt, wie viel dir am Ende des Monats übrig bleibt. Ich hoffe für dich, er ist nicht negativ. Ich bin damals erschrocken, wie wenig das ist, man lebt quasi von der Hand in den Mund. Am Ende des Geldes ist noch so viel Monat übrig.

Vermögen und Schulden

Jetzt hast du dein Einnahmen und Ausgaben transparent und übersichtlich aufgelistet. Als letzten Schritt solltest du noch dein Vermögen und deine Schulden, falls vorhanden, auflisten. Zu dem Vermögen gehört unter Anderem dein Bargeld unter dem Kopfkissen, Erspartes auf einem Sparbuch, Aktien, Immobilien, Goldmünzen, usw. Zu deinen Schulden oder auch Verpflichtungen bzw. Verbindlichkeiten gehört der Autokredit, der Kredit auf dein Eigenheim, der Konsumkredit für den Fernseher, Bafög-Schulden, offene Rechnungen, usw. Hier gehört alles rein, was du selber aus deiner eigenen Tasche bezahlen musst.

Falls du keine Kreditschulden hast, kannst du den kommenden Absatz überspringen 🙂

Solange du noch Kreditschulden hast, werden dir die monatlichen Kreditraten deinen eigenen Cashflow nach unten ziehen. Du bezahlst nicht nur das geliehene Geld zurück sondern zusätzliche Zinsen. Geld leihen kostet Geld. Überlege dir, welchen Kredit du in möglichst absehbarer Zeit tilgen kannst. Sobald der Kredit getilgt ist, fällt die monatliche Rate weg und du hast einen höheren Cashflow. Falls du noch einen weiteren Kredit tilgen musst, hast du jetzt noch mehr Cashflow zur Tilgung zur Verfügung. Ich selber hatte damals zur selben Zeit einen Konsumkredit, einen Autokredit und Bafög-Schulden, kein gutes Gefühl. Um die Verpflichtungen schneller los zu werden, musst du neben der Kreditrate zusätzlich für die Sondertilgung Geld zur Seite legen. Informiere dich am besten beim Kreditgeber, inwiefern Sondertilgungen möglich sind. Aber wie kommst du an das zusätzliche Geld? Du brauchst einen höheren monatliche Cashflow. Es muss mehr auf dein Konto kommen und mehr am Ende des Monats übrig sein.

Sparsamkeit

Du musst anfangen, dich um deine Ausgaben zu kümmern. Welche monatlichen Kosten kannst du verringern oder sogar ganz loswerden? Kredite tilgen ist ein wichtiger Schritt, falls du welche hast. Es gibt aber viele Möglichkeiten im Alltag zu sparen.

  • Wohnst du in einer für deine Verhältnisse teuren Wohnung? Ist ein Umzug in eine billigere eine Option?
  • Wann hast du zuletzt deinen Stromtarif gecheckt? Gibt es günstigere Anbieter?
  • Fährst du ein Auto über deinen Verhältnissen? Brauchst du wirklich so ein teures Auto, das die meiste Zeit in der Garage steht? Ein Stehzeug, das dich viel Geld kostet.
  • Hast du ein Abo, welches du gar nicht nutzt?
  • Lohnt sich vielleicht sogar ein Abo für gewisse Dienste, wie  zum Beispiel die Öffentlichen Verkehrsmittel anstatt immer Einzeltickets zu kaufen?
  • Brauchst du wirklich jede deiner Versicherungen? Wann hast du zum letzten Mal deine Tarife & Leistungen gecheckt?
  • Brauchst du wirklich deinen aktuellen Handytarif oder reicht nicht ein günstigerer?
  • Bezahlst du Kontoführungsgebühren bei deiner Bank? Wenn ja, bist du überhaupt zufrieden mit dem Banking? Es gibt mittlerweile sehr gute Direktbanken mit kostenlosem Konto und gutem Online-Banking!
  • Gehst du in jeder Mittagspause zum Essen ins Restaurant? Bring dein Essen doch mal selber mit!
  • Bestellst du regelmäßig Essen beim Lieferdienst? Selber kochen ist deutlich günstiger.
  • Kochst du oft Fertigprodukte? Selber kochen ist deutlich günstiger.
  • Kaufst du oft Lebensmittel, die du nicht verwendest und dann wegschmeißen musst? Mache dir einen Wochenplan, wann es was zu essen gibt und kaufe gezielt für eine Woche ein!
  • Kaufe Lebensmittel und Haushaltsprodukte, die du regelmäßig brauchst in größeren Packungen. Muss es immer das teure Markenprodukt sein?
  • Lerne selber zu kochen und kaufe bewusst Lebensmittel ein.
  • Wir wäre es mit dem Rauchen aufzuhören?
  • Trinkst du regelmäßig viel Alkohol? Hast du mal durchgerechnet, was dich das kostet?
  • Verzichte auf den Coffee-to-go vom Kiosk und koche dir morgens selber einen!
  • Gibst du zu viel Geld für Statussymbole aus? Brauchst du wirklich Socken von der teuren Marke?

Übrigens: Ein Statussymbol, wie ein teures Auto, ist auch erst ein Statussymbol, sobald du es dir leisten kannst. Damit meine ich: du kannst es bar bezahlen. Eine Finanzierung zählt nicht. Konsum, den du dir finanzieren musst, kannst du dir nicht leisten.

Hör auf Sachen zu kaufen, die du dir nicht leisten kannst, um Leuten zu imponieren, die du nicht magst.

  • Lässt sich der Urlaub eventuell günstiger planen? Vergleiche Anbieter!
  • Sind dir im Haushaltsbuch irgendwelche immer wiederkehrenden unnötigen Kosten aufgefallen, die du vermeiden kannst?
  • Trinkst du daheim teures Wasser aus Flaschen? Was spricht gegen Leitungswasser? Günstiger und weniger Müll!
  • Muss es jedes Jahr das neueste Smartphone sein?
  • …?

Diese Liste kann noch beliebig lang erweitert werden. Hier musst du kreativ werden. Jeder steckt in einer anderen Situation.

Es geht hier nicht um Verzicht, sondern um einen bewussten Umgang mit Geld. Ich selber habe mir all diese Fragen gestellt und einiges davon umgesetzt! Ich hatte auch das klare Ziel vor Augen: Schulden los werden und nicht mehr von der Hand in den Mund zu leben! Ich habe also angefangen deutlich sparsamer zu leben und habe mir konkrete Ziele gesetzt, bis wann ich welchen Kredit los haben will. Ich wusste also ungefähr, wie viel Geld ich jeden Monat zur Seite legen muss, um mein Tilgungsplan zu erreichen.

“Reich wird man nicht durch das, was man verdient, sondern durch das, was man nicht ausgibt.” – Henry Ford

Einer der besten Tipps, die ich für dich habe:

Lege sofort am Anfang des Monats Geld zur Seite.

Besorge dir ein zweites Konto, auf das du sofort am Anfang des Monats per Dauerauftrag Geld überweist. „Bezahle“ dich zuerst. Hier sammelst du dein erstes Geld für die Tilgungen. Sobald das Geld weg von deinem Girokonto ist, kommst du auch weniger in Versuchung es auszugeben. Und übrigens: das Girokonto wird ab jetzt NIE mehr überzogen. Falls ja, hast du was bei deiner Planung falsch gemacht. Nimm das zweite Konto aber nicht nur zur Tilgung, fange hier an ein Sicherheitspolster anzusparen:

Sparen & Finanzielle Sicherheit

Du hast jetzt einen klaren Überblick über deine Finanzen, legst direkt am Monatsanfang etwas zur Seite, bezahlst all deine Rechnungen und hast am Ende des Monats immer noch ein bisschen was übrig, weil du ganz genau weißt, wie viel du brauchst. Du hast einen klaren Plan, wie und bis wann du deine Kredite los sein wirst.

Auf deinem zweiten Konto wächst so langsam ein kleines Sicherheitspolster heran. Wie groß sollte dies sein? Ich empfehle dir hier ungefähr mindestens das 6-fache deiner monatlichen Ausgaben als Polster zu haben. Warum? So bist du ein halbes Jahr abgesichert, solltest du deine Einnahmequellen verlieren. Als klassischer Angestellter wäre das die Arbeitslosigkeit. Du kannst das Polster – auch gerne finanzielle Sicherheit genannt – auch höher ansetzen und das 6-fache deiner monatlichen Einnahmen nehmen. Der Notgroschen sichert dich vor allem für die Fälle „Auto kaputt“, „Kühlschrank kaputt“, „Waschmaschine kaputt“, … und am besten alles gleichzeitig ab.

Ein positiver Nebeneffekt, der sich ergibt, sobald du deine Ausgaben verringert hast: dein Notgroschen muss im absoluten Wert nicht mehr so groß sein, da deine nächsten 6 monatlichen Ausgaben geringer geworden sind. Deine Fallhöhe im Fall einer Arbeitslosigkeit oder Verlust aller Einkommensströme ist kleiner geworden. Es ist auch gleichzeitig eine Last, ein mentales Gewicht, das auf deinen Schultern liegt. Je höher deine monatlichen Verbindlichkeiten sind, desto höher ist deine mentale Belastung.

Das Gefühl beim Einschlafen 

„Ich bin schuldlos und habe eine finanzielle Absicherung für das nächste halbe Jahr“ 

ist deutlich besser als 

„Ich bin total überschuldet und jetzt geht auch noch der Kühlschrank kaputt“

Geld ist für mich Sicherheit und gleichzeitig Freiheit. Keine Kontrolle über meine persönliche Finanzen zu haben ist für mich Risiko und Einschränkung. Meine finanzielle Lage verbessert sich von Monat zu Monat. Mein Vermögen wächst jeden Tag. Das gibt mir auch eine gewisse Ruhe und Ausgeglichenheit, mit der ich mich auf andere Dinge konzentrieren kann. Ich habe nicht mehr diese Gewissensbisse und finanziellen Ängste der Form: 

  • Wie soll ich diese Rechnung bezahlen? 
  • Ich traue mich nicht diesen Brief zu öffnen.
  • Mein Konto ist schon wieder im Minus
  • Ich kann mir diesen Urlaub nicht leisten

Übernimm Verantwortung für dein Geld und dein Leben. Schwimme nicht mit der finanziell ungebildeten Masse mit. Ein bewusster Umgang mit Geld wirkt sich positiv auf dein ganzes Leben aus!

Fang an langfristig zu denken. Denke in vielen kleinen Schritten. Wenn du monatlich 100 € Sparen kannst, nur weil du Ausgaben optimiert hast, sind das 1200 € im Jahr. Fange an mit den Zahlen zu experimentieren. Was ist möglich wenn du 1000 € im Monat sparen kannst. Du hast nach 12 Monaten sage und schreibe 12000 € zur Verfügung. Ist das nicht eine angenehme Vorstellung?

Spaß & Minimalismus

Neben dem vielen Sparen und tilgen darf aber der Spaß nicht zu kurz kommen. Du kannst dir noch ein weiteres Konto einrichten, auf welches du monatlich auch immer etwas einzahlen solltest. Das ist dann ein Spaßkonto und dieses Geld darfst – nein musst du – verprassen und verleben. Gönn dir auch mal was!

Der souveräne Umgang mit Geld und die Kontrolle über meine persönlichen Finanzen macht mir Spaß. Ich habe in den letzten Jahren dabei viel über mich gelernt und mir ist klar geworden, auf was ich problemlos verzichten kann, während ich gleichzeitig meinen qualitativen Anspruch bei einigen Dingen angehoben habe. Ich habe mittlerweile klare Prioritäten und weiß genau, wie viel mir diverse Güter und Dienstleistungen wert sind. Für viele Bereiche meines Lebens macht es mir auch Spaß, einen minimalistischen Ansatz zu gehen und die Grenzen auszutesten.

Für den Lebensmitteleinkauf plane ich immer gezielt eine Woche im Voraus. Dadurch kaufe ich selten zu viel oder zu wenig und muss so gut wie nie etwas wegschmeißen. So kommt man so gut wie nie in die spontane Versuchung teure Fertigprodukte oder Junkfood zu kaufen.

Kleidung ist ein weiteres, gutes Beispiel, wie ich gezielt und bewusst einkaufe. Ich trage auf der Arbeit immer ein einfaches, günstiges schwarzes Hemd, wovon ich 6-8 Stück kaufe. Das führt dazu, dass ich mir morgens nie Gedanken machen muss, was ich anziehen soll. Ähnlich handhabe ich es mit Hosen. Ich trage dieselbe Jeans-Marke in denselben Farben seit Jahren. Das ist für mich super praktisch und spart mentalen Aufwand und vor allem Geld, da ich auch nie in Versuchung komme, weitere Klamotten zu shoppen (Dies hat übrigens auch Steve Jobs und einige andere bekannte Personen gemacht).

Bei meiner Leidenschaft Musik und vor allem Konzerte und Festivals achte ich nicht wirklich auf das Geld. Für Auftritte meiner Lieblingsbands nehme ich mir sogar frei und habe kein Problem mit längeren Anreisen und sogar nötigen Übernachtungen im Hotel. Dasselbe gilt für meine Leidenschaft zum Kochen. Wenn ich ein tolles Rezept gefunden habe, gebe ich gerne etwas mehr für gute Qualität aus. Auf der anderen Seite trinke ich daheim nur Leitungswasser anstatt mir „teures“ abgefülltes Flaschenwasser zu kaufen, was auch noch Müll produziert.

Seit einigen Wochen teste ich den Kindle eReader von Amazon inklusive Kindle Unlimited Abo. Das kostet mich 10 Euro im Monat, dafür habe ich eine riesen Auswahl an kostenlosen eBooks! Ich lese dadurch noch mehr als früher und spare dabei Geld, da gedruckte Bücher einzeln gekauft deutlich teurer sind. Nebenher ist es auch noch umweltschonend, da man Ressourcen schont. Ich versuche generell so viel Papiermüll, wie es geht zu vermeiden und bin ein großer Fan von allem, was sich digital erledigen lässt . Ein gutes Beispiel sind Konzertkarten oder Boarding Karten fürs Flugzeug, die ich nicht ausdrucken muss, sondern in einer App auf dem Smartphone habe.

Ich fahre ein kleines, günstiges Auto und habe dadurch auch geringe laufende Kosten sowie einen sehr günstigen Versicherungstarif. Mein Traumauto, ein Tesla Model 3, könnte ich mir kaufen, brauche ich aber nicht, da es eh 6 Tage die Woche nur in der Garage stehen würde. Ein Stehzeug, kein Fahrzeug. Den Autowunsch habe ich mir dadurch erfüllt, dass ich es 2019 in Norwegen während meines Urlaubes für 2 Wochen lang für eine Rundreise gemietet habe. Reisetasche und Rucksack  mit dem nötigsten vollgepackt und eine minimalistische Campingausrüstung geschnappt, dazu mein Traumauto und Traumfrau und die Landschaft und Natur Norwegens. Wahnsinn.

Persönliche Finanzen, Tesla Campingplatz Oslo

Neben einem bewussten, sparsamen Konsumverhalten ist es auch wichtig Spaß zu haben. Setze dir Prioritäten, für was du gut und gerne Geld ausgeben willst. Spare an Stellen, die dir nicht so wichtig sind. Belohne dich auch regelmäßig! Dieser Urlaub mit genau dem Auto hatte für mich eine hohe Priorität. Die Erfahrung war das Geld wert.

Mittlerweile habe ich eine Sparquote von ungefähr 40% meines Nettoeinkommens. Von diesen 40% investiere ich die Hälfte direkt in Aktien und die andere Hälfte landet auf dem Notgroschen und dem Spaßkonto. Dieses Geld geht direkt vollautomatisiert am Monatsanfang von meinem Konto runter. Nach den ersten Tagen im Monat habe ich fast alle Rechnungen bezahlt, in Aktien investiert, den Notgroschen und das Spaßkonto gefüttert. Somit habe ich einen konkreten Betrag auf dem Konto übrig, der mir für den Rest des Monats ausreichen muss. Für unkalkulierbare Kosten wie eine kaputte Spülmaschine habe ich genug Puffer auf dem Notgroschenkonto. 

Achte auf die sogenannte Lifestyle Inflation: Sobald du mehr verdienst, solltest du nicht gleichzeitig mehr ausgeben. Erhöhe deine absolute Sparrate passend zur Gehaltserhöhung, so dass deine relative Sparrate (z.B.: 20%) nicht sinkt. Wer mit steigenden Einnahmen gleichzeitig seine Ausgaben steigert, vergoldet nur sein Hamsterrad, wird aber gleichzeitig durch die Mehrausgaben noch heftiger strampeln müssen.

Sich aktiv, um meine eigenen Finanzen zu kümmern, war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Du willst auch etwas ändern? Kannst oder willst es aber nicht alleine machen? Da kann ich dir jemand empfehlen! Karol – der Gründer von CASHFLOW KARONA –  biet dir einen tollen Kurs „Meine Finanzen im Griff haben | MASTER“ an.

Langfristig wird auch dir die finanzielle Intelligenz weiterhelfen und es werden sich ganz neue Türen für dich öffnen. Jetzt da du deine Ausgaben im Griff hast, kannst du deinen Cashflow noch weiter erhöhen, in dem du deine Einnahmen durch neue Quellen steigerst …

“Erfolg zeigt sich auch durch viele kleine kluge Entscheidungen.”

Erfahre als Erster von neuen Blog Artikeln, Ideen, Aktionen, Events uvm.!

Du bist dran

Was sagst Du zu dem Thema?
Was sagst Du zu dem Artikel?
Was sind Deine Ansichten?
Was ist Deine Meinung?

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top

Lass Dich schleifen!

Trag Dich jetzt ein: